So können die Reinigungsaufwendungen ca. 1/3 der Betriebskosten eines Gebäudes erreichen. Der auch als Lowtec bezeichnete Bereich hat vielfach bei Auftraggebern und Nutzern einen niedrigen Stellenwert. Reinigen kann schließlich jeder. Jedoch verbirgt sich hinter einer funktionierenden Reinigungsorganisation ein hoch qualifiziertes Team von Fachleuten, das die Bereiche Chemie, Reinigungssysteme, Maschinentechnik, Personalführung und Organisation beherrschen muss. Die in der Vergangenheit gemachten Anstrengungen, die Reinigungskosten immer wieder zu senken, haben meist die Reinigungskraft vor Ort getroffen bzw. sind auf Kosten der Qualität und Kundenzufriedenheit gegangen.
Um so mehr ist es an der Zeit, sich mit grundsätzlichen strategischen Maßnahmen zu beschäftigen, die durchaus eine neue Sichtweise in der Durchführung von Reinigungsleistungen hervorrufen kann:
Die bedarfsorientierte Reinigung.
Welche Privatperson reinigt ihren Bereich nach festgelegten Regeln 2, 3, 4 mal wöchentlich? Dies erfolgt in der Regel nach Bedarf bzw. nach aufgetretener Verschmutzung.
Schmutz ist fremde Materie am falschen Ort.
Untersuchungen der Verschmutzung an Gebäuden haben ergeben, dass nur etwa 10 % der vorhandenen Gebäudeflächen eine reale Verschmutzung aufweisen (nicht berücksichtigt sind hierbei die Sozial- und Sanitärbereiche). Damit bleiben ca. 45 % des Reinigungsaufwand oder mehr kalkulatorisch ohne Bedeutung.
Somit gilt es als Erstes, Verschmutzungen, Leerstände oder ungenutzte Räume ausfindig zu machen. Die Notwendigkeit und den Aufwand zur Beseitigung vorhandener Verschmutzung einzuschätzen und diese Informationen in sinnvoller Weise an die nachfolgenden Reinigungskräfte zu übermitteln. Hierzu dienen heute IT-Systeme, die diese Prozesse abbilden und bis zu einer Qualitätskontrolle begleiten.
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